Podiumsdiskussion am IKG

Am 28.März 2017 fand eine Podiumsdiskussion anlässlich der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (Wahltermin: 14. Mai 2017) statt. Teilgenommen haben dabei sieben Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises Mettmann III. Die Oberstufe und zwei Klassen des neunten Jahrgangs durften als Zuschauer teilnehmen. Die Podiumsdiskussion sollte die Schülerinnen und Schüler auf die zukünftigen Wahlen vorbereiten und das Interesse an der Politik wecken.

Die meisten Schülerinnen und Schüler fanden die Diskussion sehr interessant und hilfreich, da sie nach dem öffentlichen Teil persönliche Gespräche mit den Politikern führen konnten.

Vertreten war die CDU durch Herrn Dr. Jan Heinisch, die Piraten durch Herrn Frank Herrmann, die FDP durch Herrn Sebastian Höing, die AfD durch Herrn Uwe Meisenkothen, die Linke durch Herrn Dr. Karl Mühlsiepen, Frau Elisabeth Müller-Witt  und die Grünen durch Herrn Christian Otto.

Vorbereitet, strukturiert und moderiert wurde die gesamte Veranstaltung durch die zwei Sozialwissenschaften-Lehrer Frau Baghistani und Herrn Wittmann.

Nach der anfänglichen Begrüßung seitens des stellvertretenden Schulleiters Herrn Wirtz begann die Podiumsdiskussion. Zunächst war das Gespräch sehr ruhig und geordnet, aber im Laufe der Zeit kam es zu einer regen Debatte über die Themen Bildung (bezogen auf G8/G9), innere Sicherheit sowie zu den von den Schülerinnen und Schülern gestellten Fragen.

Die Schüler erhielten vor allem beim Thema Bildung Einblicke in die Pläne der Parteien.

Die CDU tritt für die die Weiterführung der verkürzten Schulzeit ein. Die Piraten, die AfD und DIE LINKE sind für ein einheitliches G9-Abitur und die FDP, SPD und Die Grünen sind der Ansicht, dass eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 erstrebenswert sei. Alle Parteien sind jedoch der Meinung, dass das derzeitige Turbo-Abi (G8) reformiert werden müsse.

Bei der Thematik „innere Sicherheit“ wurde sehr deutlich, dass dies ein großes Streitthema in der Politik ist, da sich die Politiker nicht einmal bei den Grundsätzen einig waren.

Auf Grund von Zeitmangel wurde das eigentlich noch geplante Thema „Integration“ nicht mehr behandelt.

Später forderten beinahe alle Politiker die Schülerinnen und Schüler auf, die Politik nicht an den Worten, sondern an den Taten zu messen. Die Piraten betonten zudem, dass sie versuchen ein Wahlsystem ab 16 Jahren einzuführen, mit dem die Schülerinnen und Schüler aktiver an der Politik teilnehmen könnten.

Die Podiumsdiskussion gefiel den meisten Anwesenden, da sie als sehr interessant und hilfreich empfunden wurde. Jedoch gab es noch Verbesserungsvorschläge bezüglich des zeitlichen Rahmens. So wünschen sich die meisten Schüler mehr Zeit für die nächste Podiumsdiskussion (z.B. vier Schulstunden).

Ansonsten konnten die Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die Politik bekommen und die Rhetorik, die die Politiker nutzen, um sich als die beste Partei darzustellen. Auch die Sprachwahl einzelner Politiker fiel den beobachtenden Schülerinnen und Schülern auf, da diese an das junge Publikum angepasst wurde.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Podiumsdiskussion anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in NRW den Schülerinnen und Schülern eine gute Orientierungsmöglichkeit geboten hat.

                                                                                         Megan Mühlhoff und Ida Sander, Q1

 

Artikel der RP vom 28.03.17

Artikel der WAZ vom 28.03.17

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