Exkursion zum Oberlandesgericht Düsseldorf – Einblick in die Welt der Justiz

Am Freitag, den 24.04.2026, unternahmen wir im Rahmen des Unterrichtsfachs Wirtschaft-Recht, die Klasse 9d mit diesem Schwerpunkt, eine Exkursion zum Oberlandesgericht in Düsseldorf. Unser Treffpunkt war der Bahnhof in Hösel. Von dort aus fuhren wir gemeinsam nach Düsseldorf zum Oberlandesgericht.

Nach unserer Ankunft mussten wir zunächst eine Sicherheitskontrolle durchlaufen, die stark an die Abläufe am Flughafen erinnerte. Dadurch wurde uns deutlich, welche hohen Sicherheitsvorkehrungen in einem Gericht gelten.

Anschließend erhielten wir Einblicke in verschiedene Berufsmöglichkeiten innerhalb der Justiz in Nordrhein-Westfalen. Vor allem der Beruf der Justizfachwirtin beziehungsweise des Justizfachwirts wurde uns sehr detailliert vorgestellt. Wir erfuhren, welche Aufgaben zu diesem Beruf gehören, wie die Ausbildung abläuft und welche Perspektiven sich daraus ergeben. So bekamen wir einen realistischen Eindruck von möglichen Karrierewegen innerhalb der Justiz.

Ein besonders interessanter Programmpunkt war die Besichtigung eines Gerichtssaals im Keller des Gebäudes. Uns wurde erklärt, dass dieser Saal abhörsicher ist und für besonders sensible Verfahren genutzt wird, beispielsweise bei Fällen im Zusammenhang mit Terroranschlägen gegen den Staat. Außerdem konnten wir Zellen im Hausgefängnis des Gerichts besichtigen, in denen in manchen Fällen Angeklagte vor einer Gerichtsverhandlung untergebracht werden.

In Anschluss nahmen wir an einer Führung durch die Ausstellung „Was damals Recht war – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ teil. Diese Ausstellung wird seit dem 12. März 2026 im Oberlandesgericht Düsseldorf präsentiert und ist noch bis Mitte Juni 2026 dort zu sehen. Es handelt sich um eine Wanderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

In der Ausstellung ging es um die Justiz während der Zeit des Nationalsozialismus. Sie informiert über Unrecht und Willkür der nationalsozialistischen Militärjustiz und trägt zugleich dazu bei, an die Opfer zu erinnern. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fallgeschichten. Außerdem werden Biografien von Widerstandskämpfern aus besetzten europäischen Ländern dargestellt. Die Fallbeispiele sind in einen Überblick über die Geschichte der deutschen Militärjustiz von 1871 bis 1939 eingebettet.

Insgesamt war die Exkursion für uns eine sehr lehrreiche Erfahrung. Wir konnten sowohl Einblicke in die heutige Justiz in Nordrhein-Westfalen als auch in deren historische Hintergründe gewinnen. Dadurch konnten wir die Themen Recht und Gerechtigkeit besser verstehen und kritisch hinterfragen.

 

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