Gesellschaftswissenschaften

Im Bereich der Gesellschaftswissenschaften bietet das IKG die Fächer Erdkunde, Geschichte, Philosophie, Praktische Philosophie und Sozialwissenschaften an.

Erdkunde

Der Erdkundeunterricht wird in der Sekundarstufe I in den Klassen 5, 7 und 9 jeweils zweistündig unterrichtet. Im Wahlpflichtfach können sich interessierte Schüler (innen) mit einer sprachlichen Neigung zusätzlich mit Englisch/ Erdkunde oder Französisch/Erdkunde befassen. In der Sekundarstufe II wird aus dem Erdkundeunterricht Geographieund kann je nach Interesse der Schüler(innen) im Grund- oder Leistungskurs belegt werden.

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Der Unterricht der Klasse 5 behandelt das Kennenlernen und die Handhabung eines Atlasses, das Kartenlesen und Interpretieren und das Orientieren im Gelände. Der räumliche Schwerpunkt ist Deutschland.

Die unterschiedlichen Klima- und Landschaftszonen sowie das Leben und Wirtschaften in ebendiesen stehen genauso im Fokus des Unterrichts der Klasse 7 wie die Auswirkungen und Ursachen endogener Prozesse.

Eine gute Basis für die weitere Belegung des Faches in der Sekundarstufe II wird in der Klasse 9 mit den Themen Migration, Entwicklungsländer, Wachstum und Verteilung der Weltbevölkerung und Globalisierung gelegt.

Begleitend zum normalen Unterrichtsgeschehen wird der Erdkundeunterricht auch durch experimentelle Untersuchungen und Exkursionen geprägt. Die Schüler gewinnen so ein tiefgreifendes Verständnis und Empfinden für die Vorgänge auf und unter unserer Erde.

Der Unterricht in der Sekundarstufe II kennzeichnet sich durch zunehmendes selbständiges Lernen und Arbeiten und das intensivere Auseinandersetzen mit geographischen Theorien. Die Unterrichtsinhalte orientieren sich nah am aktuellen geographischen und wirtschaftlichen Geschehen. Behandelte Themenfelder sind beispielsweise Land-Grabbing, Metropolisierung und Strukturwandel, welche unter anderem in den Regionen Afrika, Asien und Südamerika untersucht werden.

Der fünfstündigen Leistungskurs unterscheidet sich hierbei von dem dreistündigen Grundkurs durch eine tiefergehende Betrachtung der weltweiten Problemstellungen sowie die zwei ergänzenden Themen „Die Orientalische Stadt“ und „Das Destinationslebenszyklus-Modell von Butler“.

Geschichte

Der Geschichtsunterricht behandelt wesentliche Epochen der Geschichte der Menschheit und der deutschen Geschichte.

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Die Schülerinnen und Schüler erlangen durch den Unterricht im Fach Geschichte Erkenntnisse über Entwicklungen, Strukturen, Ereignisse und Persönlichkeiten, welche die Vergangenheit geprägt haben und damit auch das Leben in der Gegenwart und Zukunft beeinflussen. Sie bekommen einen Einblick in das Denken und Handeln der Menschen in vergangenen Zeiten. Ihnen wird so bewusst, wie historisches Wissen entsteht und sie entdecken das Faszinierende an der Auseinandersetzung mit der Dimension Zeit. So wird die Bereitschaft gefördert, sich mit dem zeitlich und räumlich Fernen sowie dem Fremden und Ungewohnten auseinanderzusetzen und ihm mit Offenheit zu begegnen. Zudem erleichtert die Arbeit mit Zusammenhängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart die Orientierung der Schüler in ihrer eigenen Lebenswelt. Um die Zukunft mitgestalten zu können, bedarf es der Erkenntnis, dass die Gegenwart historisch bedingt ist. Ein vertieftes historisches Bewusstsein ist somit wesentlicher Bestandteil einer politischen Bildung.

Philosophie

Ab der Stufe 5 wird am Immanuel-Kant-Gymnasium das Fach Praktische Philosophie durchgängig als Ersatzfach für Religion unterrichtet. In der Oberstufe wird in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 das Fach Philosophie als ordentliches Fach im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld angeboten. Auch hier erfüllt das Fach Philosophie die Funktion als Ersatzfach für Religion.

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Im Rahmen des Schulprogramms übernimmt das Fach eine besondere Aufgabe im Bereich der Werteerziehung, insoweit eine grundsätzliche Reflexion auf für das menschliche Zusammenleben unabdingbare Moralvorstellungen eine seiner wesentlichen Unterrichtsdimensionen darstellt. Seine Ausrichtung am rationalen Diskurs, der von Schülerinnen und Schülern mit ganz unterschiedlichen Wertvorstellungen und Weltanschauungen eine sachorientierte, von gegenseitiger Achtung getragene Auseinandersetzung um tragfähige normative Vorstellungen verlangt, lässt den Philosophieunterricht zu einem Ort werden, an dem Werteerziehung konkret erfahrbar werden kann. Einen konkreten Beitrag zur Werteerziehung leistet darüber hinaus die in der Q1 stattfindende unterrichtliche Themenbearbeitung im Bereich der angewandten Ethik.

Praktische Philosophie

Für alle Schülerinnen und Schüler, die sich vom Religionsunterricht befreien lassen, bietet das IKG als Pflichtersatz das Fach „Praktische Philosophie“ an. Eine Umwahl kann jedoch nur schriftlich mit dem Beginn eines Schuljahres erfolgen. Diese Regelung gilt gleichermaßen für Konfessionslose und Konfessionsangehörige.

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Das Unterrichtsfach „Praktische Philosophie“ versteht sich nicht als Konkurrenz zum Religionsunterricht. Ähnlich wie im Fach Religion steht die zusammenhängende Behandlung von Sinn- und Wertfragen im Mittelpunkt. Allerdings übernimmt das Fach „Praktische Philosophie“ diese Aufgabe im Sinne einer sittlich-moralischen Orientierung ohne Bindung an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, Antworten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz zu finden und sie dazu zu befähigen, in einer pluralen Gesellschaft selbstbestimmt, tolerant, verantwortungsbewusst und solidarisch zu leben.

Kurz lässt sich das Anliegen des Faches mit den Worten Immanuel Kants zusammenfassen:

„Für alle Denker können folgende Grundsätze zu Geboten gemacht werden:

  • Selbst denken.
  • Sich in die Stelle jedes anderen denken.
  • Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken.“

Politik / Sozialwissenschaften

Wer verstehen möchte, wie unsere Gesellschaft funktioniert, der sollte sich das Fach Sozialwissenschaften näher anschauen.

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Im Fach Sozialwissenschaften beschäftigen wir uns mit aktuellen Themen und Kontroversen, die aus dem alltäglichen Leben hervorgehen. Wer sich beispielsweise dafür interessiert, wie sich unsere Gesellschaft zusammensetzt, wie internationale Konflikte entstehen und gelöst werden können oder wie unser Wirtschaftssystem funktioniert, der sollte in Betracht ziehen, Sozialwissenschaften in den Oberstufe zu belegen.

Wie der Name des Faches „Sozialwissenschaften“ bereits erahnen lässt, finden sich unter diesem Oberbegriff gleich mehrere Wissenschaften zusammen. So sind die wissenschaftlichen Disziplinen Ökonomie, Soziologie und Politologie die drei Säulen der Sozialwissenschaften.

Hauptanliegen der Kolleginnen und Kollegen, die am IKG das Fach Sozialwissenschaften lehren, ist es die Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler zu wecken und zu stärken. So geht es im Unterricht darum,sich eine eigene begründete Meinung zu kontroversen Themen zu bilden. Die erworbenen Kompetenzen sind somit auch im Alltag der Schülerinnen und Schüler von hoher Relevanz und prägen die Entwicklung zu einem aktiven Mitglied der Gesellschaft.

Das Fach Sozialwissenschaften geht in der Sekundarstufe II aus dem Fach Politik, das bereits aus der Sekundarstufe I bekannt ist, hervor und es ist ein Pflichtfach in der Qualifikationsphase. Das bedeutet, es muss mindestens ein Jahr in der Qualifikationsphase belegt werden, in der Einführungsphase und der Q1 oder aber als Zusatzkurs in der Q2. Mit Blick auf das Abitur kann Sozialwissenschaften als drittes oder viertes Abitur-Fach gewählt werden. Darüber hinaus gibt es in der Regel auch einen Sozialwissenschaften-Leistungskurs, der eine noch intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglicht und auf ein Studium bzw. eine Ausbildung im Bereich der Gesellschaftswissenschaften vorbereitet.