Schule als Lebensraum: Schüler- und Mensacoaching

Das Fördern und Fordern unserer Schülerinnen und Schüler liegt uns besonders am Herzen. Aus diesem Grund haben wir das Konzept des Schülercoaching an unserer Schule etabliert.

SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9–12 unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 individuell bei der Optimierung ihrer Lern- und Verstehensprozesse. Dies kann in Form der Hausaufgabenbetreuung oder in Form von Nachhilfe, die in Modulen oder als Einzelcoaching stattfinden kann, erfolgen.

 

Schülercoaching - Schüler*innen helfen Schüler*innen

Unser Konzept Schüler*innen helfen Schüler*innen umfasst Coaches aus den Jahrgangsstufen EF-Q2, die in verschieden Fächern ein Coaching, d.h. Nachhilfe, anbieten.

Im Einzelcoaching erstellt der Schüler zusammen mit dem Schülercoach einen Arbeitsplan. Der Schülercoach hat den Anspruch und die Aufgabe, möglichst optimale Bedingungen für ganzheitliches und selbstbestimmtes Lernen zu schaffen. Die Verantwortung für das Lernen bleibt dabei allerdings auf Seiten des Lernenden, da Lernen ein aktiver Prozess ist. Die Beziehung zwischen Schülercoach und Schüler ist dabei als partnerschaftliche Lehr-Lern-Beziehung zu verstehen und konzentriert sich auf methodische Schwerpunkte.

Aber nicht nur die Schüler der Klassen 5-7 profitieren von diesem Konzept des Schülercoachings, sondern auch die Coaches selbst, die als Lernbegleiter in ihrem Arbeitsfeld individuell gefordert werden. Sie organisieren in Begleitung der Lehrer-innen die Module, ihren Einsatz in der Hausaufgabenbetreuung und die Öffentlichkeitsarbeit.

Dieses Schülercoaching kostet 7,50 Euro für 45 Minuten, bzw. 10,00 Euro für eine ganze Stunde, je nachdem wie es gewünscht wird.

Das Coaching findet in der Regel in den Räumlichkeiten der Schule im Anschluss an den Unterricht statt (individuelle Lösungen sind möglich). Die Bezahlung erfolgt im Anschluss an jede erteilte Stunde direkt an den Coach.

Frau Forgber ist an unserer Schule die Vermittlerin zwischen Coach und Nachhilfe Schüler*in. Falls Sie also einen Coach benötigen, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit Namen des Kindes, Klasse, gewünschtes Fach/Fächer und ihrer Telefonnummer an: j.forgber@gymnasium-heiligenhaus.de

 

Mensacoaching

Nach der Einführung der sogenannten Campustage am Immanuel-Kant-Gymnasium und des Mensabetriebes an zwei Schultagen, ergaben sich neue Möglichkeiten für den Lebensraum Schule. In der sechsten und siebten Stunde an jedem Montag und Mittwoch haben die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I Mittagspause. Für alle Schülerinnen und Schüler – auch der Sekundarstufe II - und auch deren Lehrer bieten wir in dieser Pause ein warmes Mittagessen in unserer Mensa und/oder einen Snack in unserer Cafeteria an. Gemeinsam können dann die Schülerinnen und Schüler in der Mensa an unterschiedlich großen Gruppentischen essen. Für eine harmonische Atmosphäre in der Mensa sorgen die Mensacoaches, die den Schülern bei der Essensausgabe und der Geschirrrückgabe behilflich sind. Zudem sorgen sie dafür, dass die Schüler in ihrem selbständigen Verhalten während der Mittagspause unterstützt werden, indem sie sie im Sinne der Schulgemeinschaft auch auf ihre Aufgaben in der Mensa hinweisen und natürlich auch dabei helfen. Dies schließt zum Beispiel auch die Versorgung von Getränken und deren Nachschub ein. Auf jedem der Gruppentische in unserer Mensa befinden sich ein oder mehrere Krüge mit Wasser. Auch sollte jeder Schüler seiner Aufgabe nachgehen, den folgenden Schülern einen sauberen Tisch und eine einladende Mensa zu hinterlassen. So dienen die Mensacoaches, die auch in der Mensa essen, als Vorbild für die Gemeinschaft. Die Erfahrung zeigt, dass viele ältere Schüler auch diesem Vorbild folgen und der Gewinn für die Schulgemeinschaft daher sehr groß ist.

Doch die Unterstützung der Schüler in der Mensa selbst ist nur eine der Aufgaben der Mensacoaches. Nach dem Essen verbringen die Schüler in der Regel noch 30 bis 45 Minuten in der Mittagspause. Auch hier unterstützten die Mensacoaches die Schulgemeinschaft. Im sogenannten Spielraum, der sich an die Mensa anschließt, spielen sie mit den meist jüngeren Schülern. Im Selbstlernzentrum sorgen sie für eine ruhige und entspannte Atmosphäre, die es den Schülern erlaubt ihre Hausaufgaben zu erledigen oder das Selbstlernzentrum zum Lesen oder ähnlichem zu nutzen. Auch in der Turnhalle kommen sie zum Einsatz. So helfen sie zum Beispiel beim „Zirkusprojekt“ mit, spielen Fußball mit den jüngeren oder gleichaltrigen Schülern und sorgen somit für eine Atmosphäre, die es den Schülern erlaubt abzuschalten und neue Energie für den bevorstehenden Unterricht am Nachmittag zu sammeln.

Die Mensacoaches sind in der Regel Schüler der Klasse 8. Sie werden in einem ein- bis zweitägigen Schulung auf ihre Aufgaben vorbereitet. Diese Schulung beinhaltet ein Modul, in denen ihnen ihre Aufgaben vor Auge geführt werden, und eine Kniggemodul, damit sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden können.

Das Kniggemodul ist in zwei Hauptteile eingeteilt. Der erste Teil fokussiert die Vorbildfunktion bezüglich ihres Verhaltens im alltäglichen Mensageschehen, ebenso wie ihr Verhalten beim Essen und bei besonderen Anlässen, wie z.B. dem Schulball, Kunstausstellungen und/oder Theateraufführungen. Dabei werden alle Aspekte vom Anstellen bei der Essensausgabe/am Buffet, über das Halten von Messer und Gabel, die Körperhalten bei Tisch und die Geschirr- und Besteckrückgabe geschult. Das Verhalten der Mensacoaches hat einen positiven Einfluss auf die jüngeren Schüler, die sich erfahrungsgemäß an ihren älteren Mitschülern orientieren.

Aber auch im Falle von außerordentlichen Schulevents sollen die Schüler lernen sich sicher zu bewegen und ein Vorbild für die Schülerschaft zu sein. So wird ihnen zum Beispiel auch das Halten von Sektgläsern – die natürlich mit Orangensaft gefüllt sein werden – näher gebracht, damit sie auch diesen Bereich des Schullebens genießen und sich dort wohl fühlen können. Hier setzt der zweite Teil des Kniggemoduls an. Die Schüler sollen reflektieren welche Kleidung für welche Anlässe angemessen ist. Zudem wird mit ihnen geübt, wie man Smalltalk führt und welche Signale die eigene Körperhaltung sendet. Was so einfach klingt, kann sehr kompliziert werden, möchte man sich zum Beispiel in der Pause des Schultheaters mit einem Lehrer, einem Elternteil eines befreundeten Mitschülers oder zum Beispiel mit einem Mitglied des Fördervereins unterhalten.

So prägen die im Kniggemodul vermittelten Werte nicht nur unser Schulleben, sondern stärken auch jeden der Mensacoaches ganz individuell.

Wir freuen uns sehr, dass die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr die Bedeutung des Konzeptes und ihrer Aufgabe als Mensacoach so gut verstanden haben und uns jeden Montag und Mittwoch in unserem Arbeiten unterstützen und somit einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung der Schulgemeinschaft beitragen.