Mittelstufe

Die Klassen 7 bis 9 gelten als Mittelstufe und diese stellt ein Bindeglied zwischen der Erprobungsstufe und der gymnasialen Oberstufe dar. 

Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums sind gerade in der Mittelstufe erhebliche Änderungen notwendig geworden. Aufgrund der verkürzten Schulzeit - für die Sekundarstufe I stehen nur noch fünf Schuljahre zur Verfügung - haben fast alle Fächer Kürzungen in ihrem Stundenvolumen hinnehmen müssen, die nur bedingt durch sogenannte Ergänzungsstunden kompensiert werden können. Durch die Anpassung der Kernlehrpläne, die für fast alle Fächer realisiert worden ist, ist eine Umverteilung des Unterrichtsstoffes in Angriff genommen worden.

 

Mögliche Fremdsprachenwahlen

Die Schülerinnen und Schüler können sich im Jahrgang 6 zwischen Französisch, Spanisch und Latein als zweiter Fremdsprache entscheiden. Wer sich in der Jahrgangsstufe 6 entschlossen hat, Spanisch oder Latein zu erlernen, eröffnet sich damit die Möglichkeit, im Jahrgang 8 Französisch als dritte Fremdsprache wählen zu können. Alle Schülerinnen und Schüler, die Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache belegt haben, erhalten im Jahrgang EF (Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe) Gelegenheit, Spanisch als zweite, dritte bzw. als vierte Fremdsprache zu belegen.

Zu den bereits aus der Erprobungsstufe bekannten Fächern kommt Chemie als drittes naturwissenschaftliches Fach in Klasse 7 hinzu.

 

Die Differenzierung in den Jahrgangsstufen 8 und 9

In den Jahrgangsstufen 8 und 9 wird es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, gemäß ihren Neigungen und Fähigkeiten über einige Fächer bzw. Fächerkombinationen selbst zu entscheiden, was in gewisser Weise einen Vorgriff auf die „Gymnasiale Oberstufe“ darstellt.

Das Angebot im Wahlpflichtbereich II bietet die Möglichkeit einer Schwerpunktsetzung, ohne dabei eine unwiderrufliche Vorentscheidung zu treffen. So wird zum einen ein Einführungskurs Mathematik/Informatik angeboten, zum  anderen stehen den sprachlich orientierten Schülern folgende Wahlmöglichkeiten zur  Auswahl:

  • bilingualer Unterricht in Englisch/Erdkunde,
  • bilingualer Unterricht in Englisch/Biologie,
  • bilingualer Unterricht in Französisch/Erdkunde.

Die bilingualen Kurse richten sich an Schüler/innen, die sich besonders für die jeweilige Sprache interessieren und ihre Sprachkompetenz über den normalen Klassenstand hinaus erweitern wollen, bieten vor allem aber auch den Schüler/innen, bei denen sich Defizite gebildet haben, die Möglichkeit, diese durch gezielte Förderung abzubauen. Der bilinguale Kurs Französisch/ Erdkunde kann nur von Schülerinnen und Schülern gewählt werden, die Französisch als zweite Fremdsprache erlernen.

Letztendlich kann Französisch als neu einsetzende dritte Fremdsprache von den Schülerinnen und Schülern, die in der Stufe 6 Latein oder Spanisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, belegt werden.

Damit nicht schon frühzeitig eine Vorentscheidung für Musik oder Kunst getroffen werden muss, werden die beiden Fächer in der Mittelstufe als Epochenunterricht angeboten; das heißt, jeweils für ein Schulhalbjahr pro Jahrgangsstufe haben die Schülerinnen und Schüler Musik- bzw. Kunstunterricht.

 

IKG: „Informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung“

Neben den obligatorischen Fächern der Stundentafel bietet das Immanuel-Kant-Gymnasium den Schülerinnen und Schülern im Jahrgang 7 im ersten oder zweiten Halbjahr ein zweistündiges Angebot in der sogenannten „Informations- und kommunikationstechnologischen Grundbildung“. Im Rahmen dieses Unterrichtes erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die wesentlichen Programme des Microsoft-Office-Paketes (WORD, EXCEL, POWERPOINT).

Das bereits in der Erprobungsstufe begonnene Methodentraining findet auch in der Mittelstufe seine Fortsetzung, um die notwendigen Arbeitstechniken zu vertiefen bzw. auszuweiten.

 

Die Lernstandserhebung

Seit einigen Jahren wird im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 eine sogenannte Lernstandserhebung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik durchgeführt. Dieses Vergleichsverfahren soll gewährleisten, dass sich das Niveau der Schulen in Nordrhein-Westfalen mittelfristig angleicht, Schulen sollen in die Lage versetzt werden, vorhandene Defizite in der Ausbildung abzubauen. Die bisherigen Erfahrungen bei den Lernstandserhebungen haben gezeigt, dass das Immanuel-Kant-Gymnasium im Vergleich erfolgreich bestehen kann.

Andrea El Sherif und Stefan Müller